Leitsätze für Medien

Im Zuge des Abbaus sozialer Leistungen (Arbeitslosengeld II, Hartz IV) formulieren Journalisten vielfältige Fragen. Der Verein Tacheles e. V. ist dabei einer der Anlaufpunkte für Journalisten. Wir sind daran interessiert, dass unsere Themen und Anliegen in den Medien beachtet werden. Um zu einem guten und einvernehmlichen Umgang mit den Medien zu kommen, haben wir nachfolgende Leitsätze für die Zusammenarbeit mit den Medien aufgestellt. Wir bitten, diese zu beachten. Zudem verweisen wir auf den Pressecodex des Deutschen Presserates.

  1. Sozialpolitische Stellungnahmen und Interviews sind erwünscht
    Gerne geben wir sozialpolitische Stellungnahmen und Interviews zur Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ab. Wenn Sie Anfragen oder Interviewwünsche haben, können Sie sich gerne bei uns melden.
  2. Unverbindliche Anfragen
    Journalisten wollen gut recherchierte Beiträge erstellen, wir wollen in den Medien präsent sein. Daher bieten wir in Bezug auf arbeitsmarkt- und sozialpolitische Themen an, dass Journalisten ihre Fragen gerne an uns richten können.
    Richten Sie diese bitte an Herrn Harald Thomé.
  3. Expertentelefon und Ratgebersendungen
    Wenn Sie für ein Expertentelefon oder für Ratgebersendung mit Zuschauerfragen einen Experten zum Arbeitslosengeld II suchen, sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Wir würden Ihnen dann unseren Vereinsvorsitzenden aus dem Beraterteam Herrn Harald Thomé vorschlagen.
  4. Verwendung von Material von unserer Internetseite
    Gerne können Sie Material, insofern es von Tacheles selbst stammt, verwenden. Wir bitten dabei um Nennung der Herkunft und um die Übersendung eines Belegexemplars in papierner, digitaler oder Kassettenform an den Verein.
  5. Vermittlung von Betroffenen
    Regelmäßig fragen uns Journalisten, ob wir nicht „mal eben” und am besten für Morgen einen Betroffenen für eine Reportage vermitteln könnten.
    Zu einer reinen Statistenvermittlung sind wir nicht bereit. Wer lediglich Statisten sucht, kann nicht unsere Hilfe erwarten.
    Nur wenn wir erkennen können, dass eine Berichterstattung auch im Interesse der Leistungsempfänger und des Vereins Tacheles e.V. ist, vermitteln wir Betroffene. Interessierte Redaktionen müssen jedoch vor einer Vermittlung das Thema konkretisieren und die Stoßrichtung (‚Küchenzuruf’) des geplanten Beitrages darlegen.
    Tacheles e.V. sieht in Leistungsempfängern und deren Verwandten Schutzbedürftige im Sinne des Pressekodex des Deutschen Presserates!
    Vor einer Vermittlung von Betroffenen erinnern wir an Ziffer 8 des Pressecodex.
    Demnach sind die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu achten. Besonderen Schutz genießen Namen und private Wohnungen der Schutzbedürftigen.
  6. Keine Teilnahme an Talkshows
    Der Verein ist nicht bereit, an Talkshows jeglicher Couleur teilzunehmen. Derartiger Voyeurismus wird von unserer Seite aus grundsätzlich abgelehnt. Dahingehende Anfragen werden — trotz vielleicht positiver Absicht der Anfragenden — stets ablehnend entschieden.
  7. Medienverteiler + Newsletter
    Derzeit haben wir noch keinen Newsletter. Sollten Sie oder Ihre Redaktion trotzdem Interesse daran haben, in einen künftigen Medienverteiler aufgenommen zu werden, senden Sie uns derzeit einfach eine kurze Mail mit dem Hinweis Presse Newsletter-Eintragung, Ihrem Namen und den ihrer Redaktion / Publikation an: info@tacheles-sozialhilfe.de

Tacheles – Online Redaktion
Harald Thomé