Zur Kritik des bedingungslosen Grundeinkommens

Broschüre von Rainer Roth

Eine wachsende Strömung unter Erwerbslosen setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ohne Arbeitszwang und Bedürftigkeitsprüfung ein. Das Interesse, sich vor dem Druck verstärkter Bedürftigkeitsprüfungen zu schützen und dem Druck, Armutslöhne anzunehmen, ist nur zu berechtigt. Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen hat jedoch erhebliche Nebenwirkungen, die bisher kaum diskutiert wurden. Da ein Grundeinkommen für alle verlangt wird, wirkt es als flächendeckender Kombilohn, mit dem das gegenwärtige Tarifsystem untergraben wird. Konkrete Tagesforderungen wie die nach einem ausreichenden gesetzlichen Mindestlohn, kollektiver Arbeitszeitverkürzung usw. werden in den Hintergrund gedrängt. Rainer Roth, Mitautor des Leitfadens Alg II/Sozialhilfe von A-Z, und Mitglied des Rhein-Main-Bündnisses gegen Sozialabbau und Billiglöhne, stellt das bedingungslose Grundeinkommen in einer sorgfältigen Untersuchung auf den Prüfstand. Nicht zuletzt stellt er die Frage, ob auf der Basis einer Umverteilung von Geld ein „alternatives Gesellschaftsmodell” begründet werden kann.

Rainer Roth, Zur Kritik des Bedingungslosen Grundeinkommens,
Frankfurt 2006,
88 Seiten, 3.- Euro incl. Versand.
Bestellung über DVS,
Schumannstr. 51,
60325 Frankfurt,
d.v.s@spamt-online.de,
Tel. 069 740169.
ISBN 3-932246-52-7