KOMPETENZZENTRUM HARTZ IV in Bochum

Erstellt: Dienstag, 02.01.2007 08:20

Unabhängige Sozialberatung
- Beratungs- Beschwerde- und Ombudsstelle für Erwerbslose -

Rottstr. 31, 44793 Bochum, Tel.: 0234 - 460 169; Fax: - 460 113; e-mail: Sozialberatung@sz-bochum.de
Hilfestunden: Dienstag: 16.00 – 18.00; Donnerstag: 11.00 – 13.00 Uhr (Tel. dann: - 5 47 29 57)

KOMPETENZZENTRUM HARTZ IV

Bochum verfügt mit der "Unabhängigen Sozialberatung" über ein kompetentes Zentrum für alle Fragen der Gesetzgebung und praktischen Umsetzung zum Arbeitslosengeld II (und Grundsicherung im Alter und für nicht Erwerbsfähige sowie Sozialhilfe für besondere Lebenssituationen). Angesichts des merkwürdigen Rechtsverständnisses der ARGE ist das mehr als nötig. Gelegentlich weckt das Verhalten der ARGE bei uns den Eindruck, es ginge vor allem darum, die Betroffenen zu beschämen und unter Druck zu setzen, da¬mit sie auch ja das gewünschte „Unterschichtbewusstsein“ entwickeln und ihre Rechte nicht einfordern. Darum stellen wir uns auch gerne zur Verfügung für die Aufgabe einer „Ombudsstelle“, zu der wir uns durch unsere verlässliche und unnachgiebige Arbeit entwickelt haben.

Die "Unabhängige Sozialberatung" ist mittlerweile auch viel mehr als eine Beratungs- und Beschwerdestelle für Hartz IV-Betroffene: hier findet eigenständige Arbeit statt im Bereich der Rechts- und Sozialwissenschaften, zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, zur Sozialökonomie und zur Sozial- und Rechtsstaatlichkeit. Dafür geniesst die "Unabhän¬gige Sozialberatung" inzwischen Anerkennung nicht nur im lokalen Bereich, sondern ist regional, NRW-weit und bundesweit vernetzt mit den führenden einschlägigen Einrichtungen.

Dazu steht uns ein Pool von eigenen (ehrenamtlichen) Mitarbeitenden zur Verfügung: ein Ökonom, ein Sozialwissenschaftler (und Lehrbeauftragter für Sozialrecht), ein Politologe und Sozialhistoriker, zwei Sozialpädagoginnen (mit langer Erfahrung in der Sozialberatung), zwei Medienfachleute, ein Fachmann zu Hartz IV, eine Rechtsanwaltsmitarbeiterin und ein langjähriger IG-Metall-Erwerbslosenberater. Wir arbeiten zusammen mit einigen einschlägig tätigen Lehrstühlen.

Wir sind vernetzt mit anderen Beratungsstellen am Ort und mit örtlichen Betroffenenorganisationen, Gewerkschaften, Sozialverbänden und dem SOZIALFORUM. Wir vertreten offensiv parteiisch die Interessen der Betroffenen.

Unser Entstehen und unsere schnelle Entwicklung verdanken wir z.T. auch Harald Thomè und dem Verein „tacheles e.V.“, Wuppertal, die wie wir sich diesem Arbeitsfeld auch zugewandt haben, um es nicht den Sozialdemagogen aus der rechten Szene zu überlassen.

Bei den z. zt. anstehenden Gesprächen zu einer „niedrigschwelligen Sozialberatung“ in Bochum ist uns wichtig, bestehende erfolgreich arbeitende Einrichtungen langfristig zu festigen und zu verstärken. Für unsere ehrenamtliche Arbeit, die wir aus eigener Tasche und mit kleinen Spenden finanzieren müssen, wünschen wir uns eine Über¬nahme der Miet- und Sachkosten (Büromaterialien und -geräte, Telefon, Internet, Fahrtkosten usw.) und – soweit möglich – die Mittel, um unseren erwerbslosen Mitarbeitenden eine kleine Aufwandsentschädigung im Rahmen des zulässigen (Euro 154,-- pro Monat) zahlen zu können.


Unsere Service – Leistungen:

1. Zweimal wöchentlich (und ggf. nach Vereinbarung) sind wir persönlich ansprechbar für Hilfesuchende.

2. Unsere telefonische Hotline ist bis zu 14 Stunden täglich und bis zu sieben Tagen in der Woche erreichbar. Auch per e-mail können wir Anfragen beantworten und Informationen versenden.

3. Wir verfügen über eine Vielzahl eigens erstellter Informationsblätter zu häufig vorkommenden Fragestellungen.

4. Wir tragen gerne die Aufgabe einer „Ombudsstelle“, streng partei-isch im ursprünglichen Sinne einer „Volks-anwaltschaft“. Wir informieren die Politik, Betroffenen-organisationen und die weitere Öffentlichkeit über uns vorgetragene und – soweit möglich – über-prüfte Vorkommnisse. Zur Unterstützung dieser Aufgabe wurde die „Notge¬meinschaft Hartz IV“ gegründet.

5. Wir verfügen über eine gute Pressearbeit und eine gute Kampagnenarbeit.

6. Wie bieten Vorträge, Kurse, Seminare und externe Beratungsstunden, auch im Auftrag von Trägern von Integrationsmassnahmen und kooperierenden Beratungsstellen gegen Honorar bzw. Aufwandsentschädigung.

7. Fast täglich erscheint unser e-mail-Newsletter mit aktuellen Urteilen, Gesetzesänderungen und – entwürfen und Trends. Dazu pflegen wir ein Archiv und eine Datenbank mit Urteilen, Fakten, Basismaterialien zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Wir verstehen uns auch ein Teil eines bundesweiten Netzwerkes.

8. Der von uns eingerichtete Arbeitskreis für mit dem Thema befasste Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen so¬wie professionelle BeraterInnen arbeitet nun schon äusserst erfolgreich seit Mitte 2006 mit mehr als 20 Teilnehmenden Fachleuten. Inzwischen ist er um einen regiona¬len AK und einen NRW-weiten AK ergänzt worden. Auch hierüber stehen wir in regelmässigem Austausch mit einschlägigen Lehrstühlen.

Stand: 14.Dez. 2006