Rainer Pakosch: Wir brauchen eine Allianz der Gutwilligen, der Anständigen aus unsere Volk.

Erstellt: Sonntag, 22.08.2004 23:01

Deutschland 2004

Demokratie oder Demophobie

Die neuen Gesetze der letzten zehn Jahre sind weder Sozial(-demokratisch) noch Christlich(-demokratisch). Sind sie nur ein Ausdruck blinder Panik: Rette sich, wer kann? Ich denke, es gibt sehr gute Alternativen. Welch' eine Welt wollen wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen?
Die Doktrin der "neue Ökonomie", gepriesen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist an der ihr innewohnenden Irrationalität elend verendet.
Die neue Doktrin, der sogenannte "Umbau des Sozialstaates" wird ebenso scheitern müssen.

An ihren inneren Lügen. Eine erfolgreiche Wirtschaft ohne Kaufkraft-starke Verbraucher ist eine Fatamorgana, ein Strudel in den Abgrund eines verelenden Landes Deutschland (Europa?).
Ein radikaler Umbau des Wirtschaftssystems zu mehr Freiheit, mehr Gleichheit und auch mehr Brüderlichkeit ist die einzige „richtige Richtung“.
Wir haben gar nichts gegen freies Unternehmertum, hunderttausende von mittleren und kleinen Unternehmern sind an dieses Land gebunden und ebenso betroffen, wie ihre Mitarbeiter.
Der Kern des Problems sind die Apparatschiks, die Funktionäre. Die haben ihr persönliches Schicksal von dem des Volkes abgekoppelt.
Das, was heute als „die Wirtschaft“ bezeichnet wir, das sind doch gar keine Unternehmer, weil richtige Unternehmer mit ihrem eigene Geld arbeiten, richtige Unternehmer riskieren ihr persönliches Geld , ihr eigenes Schicksal.
Wenn wir zulassen, dass sie weitermachen können, wird es bald 20 Millionen Hartz-Opfer geben.
Millionen davon werden Menschen sein, die heute noch als kleine Unternehmer sehr viele der noch vorhandenen Arbeitsplätz stellen.
Wir brauchen eine Allianz der Gutwilligen,
der Anständigen aus unsere Volk.

Mit wessen Geld arbeitet der Daimler-Vorstand, der VW-Vorstand, all die anderen Vorstände der großen Unternehmen? Mit ihren eigenen Geld? Nein.
Sie kassieren nur für sich selbst riesige Summen, ohne für irgendetwas selbst zu haften. Ihre Denkweise ist doch: Nach uns die Sintflut.
Ein richtiger Unternehmer plant für die Zukunft seines Unternehmens in 20 oder 50 Jahren und länger. Funktionäre planen nur für ihre Kariere, wenn schief geht, sind sie
schon weit weg.
Sprechen die Herren der Industrie- und Wirtschafts-Verbände für ihre eigenen Unternehmen? Nein.
Auch sie handeln nur wie Funktionäre.
Sie sprechen allein für die anderen Funktionäre in der Wirtschaft der Großunternehmen. Wenn massenweise deutsche Unternehmen in die Pleite rauschen, was kümmert es diese Leute. 40.000 Pleiten pro Jahr, das sind mindesten 100.000 Menschen. Weil sie unfähigwaren? Nein. Weil sie mit Vorschriften und Regeln stranguliert werden, die gut für die Grossen, aber tödlich für die kleine und mittleren Unternehmen sind. Die Regeln und Vorschriften werden gemacht von den Funktionär aus der staatlichen Verwaltung, der Wirtschaft, der Politik.
Sprechen die Herren der Gewerkschafts-Führungen für ihre Kollegen in den Firmen? Nein.

Sie sind ja gar nicht die Kollegen der Arbeiter und Angestellten, sie sitzen mit denen auch nicht im
selben Boot. Sie sind auch nur maßlos überbezahlte Funktionäre, die sich hier ihre Pfründe gesucht haben.

Werden der Bundeskanzler, die Bundesminister, die Parteiführer der Parteien die Folgen ihrer Maßnahmen und Gesetze selbst zu spüren bekommen? Nein.
Sie sind auch nur Funktionäre, die für sich selbst ein ganz eigenen Altersvorsorgesystem geschaffen haben und, fast unversteuert natürlich. Vorsorge-Höchstbeträge gibt es für diese Leute nicht. Sie haben sich auch ihr eigenes Krankenversicherungssystem gemacht, nur für sie selbst
reserviert. Sie nehmen aus der Staatskasse die Hälfte ihrer Arztrechnung heraus, sie lassen das Volk für diese Privilegien bezahlen. Und wenn sie abgewählt werden, dann gelten -wen wundert das noch- auch ganz andere Zumutbarkeitsregeln, als für die „gemeine Volk“.
Wissen die von den Hartz-Gesetzen betroffenen Menschen eigentlich, das es für sie keinen Rechtsweg gibt? Wenn der Beamte bei der Prüfung der Anträge ihnen ihren
gesetzlichen Anspruch verweigert, dann wird es mindesten zwei Jahre dauern, bis ein Gericht ihnen in einem Urteil Recht geben wird. Aber das Geld für die ganzen zwei Jahre bekommt der Hartz-Opfer trotzdem niemals, weil Hilfen nur für die Zukunft bezahlt werden, aber nicht für die
Hungerstrecke bis zu einem Urteil „irgendwann“. (Aktenzeichen stelle ich gern zu Verfügung)
Das Rechtssystem unseres Landes unterscheidet sich nicht mehr von den finstersten Zeiten unserer Geschichte. Der die Leistung verweigernde Beamte weiß das ganz genau. Wissen das
aber auch schon die Opfer und die Öffentlichkeit?
Die Hetzkampagne ( = Hartz-Kampagne) läuft nun schon seit vielen Jahren.
Kennen sie die tendenziösen Microsensus-Fragen? Nein.
Obszön, durch und durch. Die Opfer sind die Täter (nach dem Prinzip: Die Frau ist immer selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird).

Wenn ich das alles zusammenfasse, dann kann das nur bedeuten:
Funktionäre haben die Wirtschaftssystem des realen Sozialismus zu Grunde gerichtet.
Funktionäre richten auch unser Wirtschaftssystem zu Grunde, treiben es in den Abgrund.
Ihnen kann und darf die Zukunft unseres Landes, unserer Kinder und Enkel nicht anvertraut werden. Sie haben elendig versagt, sie müssen von ihren Posten und aus ihren Ämtern gejagt werden. Von uns, dem Volke Sie sind die Versager
Wir sind das Volk
Wir brauchen eine Allianz der Gutwilligen,
der Anständigen aus unsere Volk.
Damit wir die Karre gemeinsam aus dem Dreck ziehen.
Für unsere Kinder und Enkel.

Autor und Copyright 2004: Rainer Pakosch