Hinweis

Datum:Donnerstag, 12.10. 19:11
Autor: Willi 2
Betreff:Hinweis
Text:Sozialgericht Aachen, Urteil vom 10.09.2013 - S 11 AS 227/13

Grundsicherung für Arbeitsuchende: Kosten für Unterkunft und Heizung; Angemessenheit von Heizkosten; Bestimmung der Angemessenheitsgrenze; Möglichkeit zur Übernahme unangemessen hoher Heizkosten bei nicht beeinflussbarem Verbrauch

Leitsatz ( Redakteur )

Trotz des Vorliegens einer Kostensenkungsaufforderung (vgl. dazu BSG Urteil vom 24.11.2011 - B 14 AS 121/10 R ; Urteil des Senats vom 12.01.2012 – L 19 AS 1322/11; Urteil des Senats vom 12.03.2012 – L 19 AS 174/11) kommt in diesem Fall eine Absenkung der Heizkosten nicht in Betracht, da der Leistungsbezieher – aufgrund der defekten Heizung - gar keine Möglichkeit hatte, die Heizkosten zu senken. In diesem Fall sind die tatsächlichen Heizkosten auch "angemessen" im Rechtssinne.

Musterformulierung

Voraussetzung für eine Absenkung der Leistungen für Unterkunft auf die angemessene Höhe der Aufwendungenist, dass der erwerbsfähige Hilfebedürftige von seiner Obliegenheit, die Kosten auf ein angemessenes Niveau zu senken, zurechenbar Kenntnis hat.

Die Regelung des § 35 SGB XII ist bereits aus Gründen der Gleichbehandlung insbesondere im Hinblick auf den Angemessenheitsbegriff in gleicher Weise zu konkretisieren, wie die Regelung des § 22 SGB II, so dass die hierzu ergangene Rechtsprechung im allgemeinen übertragbar ist (vgl. Link in jurisPK-SGB XII § 35 Rn. 48; Grube in Grube/Wahrendorf SGB XII § 35 Rn. 6, 4. Aufl. 2012; BSG Urt. v. 23.03.2010 - B 8 SO 24/08 R; Bayerisches LSG, Urt. v. 29.01.2008 - L 11 SO 72/07 - juris; vgl. BT-Drucks. 17/3404, S. 126 zu § 30 SGB XII).

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